Auswahl der Teileizugsgebiete zu deren Bearbeitung
Kalinin-Miljukov Strang
Ansicht der Kalinin-Miljukov Stränge der Modellparameter
In der Kalinin-Miljukov Strang-Ansicht (siehe Abbildung Ansicht der Kalinin-Miljukov Stränge der Modellparameter) können optional die Angaben der Gewässerkilometrierung angegeben werden (Unterwasser [km] und Oberwasser [km]).
Im Feature View werden die Angaben der Kalinin-Miljukov Parameter hinterlegt. Derzeit werden 5 Abflussfälle für den Modellaufbau benötigt. Die Angaben der Abflussfälle sind in der folgenden Tabelle aufgeführt:
Gerinne
Parameter
Einheit
Bedeutung
Datentyp
Abfluss
[m³/s]
Abfluss. Es sollten 5 verschiedene Abflussfälle angegeben werden
double
K Fluss
[h]
Speicherkonstante K des Flusses (Kalinin-Muljukov)
double
n Fluss
[-]
Anzahl n der Speicher des Flusses (Kalinin- Miljukov)
double
K Vorland
[h]
Speicherkonstante K des Vorlandes (Kalinin-Muljukov)
double
n Vorland
[-]
Anzahl n der Speicher des Vorlandes (Kalinin- Miljukov)
double
Aufteilungsfaktor
[-]
Aufteilungsfaktor Gerinne – Vorland bzw. prozentualer Abflussanteil, welcher durch den Flussschlauch abgeführt wird
double
Die Kalinin-Miljukov-Parameter werden über eine Spiegellinienberechnung mit KalypsoWSPM bestimmt. Hierzu wird eine Bordvollberechnung (stationär ungleichförmig) durchgeführt, welche für eine vorgegebene Abflussschar die für die KM-Parameterberechnung benötigten Wasserstands-, Flächen- und Breitenwerte je Profil eines Gewässerstrangs liefert.
Über KM Parameter berechnen öffnet sich ein Assistent zur Berechnung der Kalinin-Miljukov Parameter
Kalinin-Miljukov-Parameter Dialog
Der Kalinin-Miljukov-Parameter-Dialog ist in zwei Bereiche unterteilt (siehe Abbildung Kalinin-Miljukov-Parameter Dialog). Im linken Bereich werden alle Kalinin-Miljukov-Stränge des Modells angezeigt. Für den ausgewählten Strang wird im rechten Bereich ein WSPM-Ergebnis ausgewählt, welches Eingangsdaten für eine KM-Berechnung enthält.
Über den Auswahlknopf neben dem Textfeld WSPM Ergebnis kann ein vorhandenes WSPM Ergebnis ausgewählt werden. Die im Ergebnis vorliegenden Profilstationen werden in der Tabelle aufgelistet und müssen gezieht für den gewählten KM-Strang ausgewählt werden. Sind im KM-Strang km von/bis eingetragen, wird dies automatisch in den Feldern Start [km] und Ende [km] berücksichtigt.
Für jeden Strang, der über die Auswahlliste aktiviert ist, werden mit einem Klick auf Beenden die KM-Parameter berechnet und in das Modell übernommen.
Ergebnisdialog einer Berechnung und Übernahme
Die ausgewählten Einstellungen werden angewendet, sobald auf Beenden gedrückt wird. Die KM-Parameter werden berechnet und in die ausgewählten Stränge geschrieben. Bereits vorliegende Parameter werden überschrieben. Nach der Berechnung und Übernahme wird ein Statusdialog angezeigt, in dem eventuelle Warnungen und Probleme aufgelistet werden (siehe Abbildung Ergebnisdialog einer Berechnung und Übernahme). Ein Doppelklick auf eine Nachricht öffnet eine detailliertere Meldung.
Sollen Einstellungen für eine spätere Übernahme gespeichert werden, z.B. um nach einer WSPM Neuberechnung die KM-Parameter zu aktualisieren, wird über den Speichern-Knopf eine Datei ausgewählt. In diese werden die Einstellungen im XML-Format gespeichert. Über den Laden-Knopf kann zu einem späteren Zeitpunkt diese Datei wieder eingeladen werden. Die zuvor gemachten Einstellungen werden dann wieder hergestellt und die Parameter können erneut berechnet werden.
Für die Berechnung der KM-Parameter müssen je KM-Strang diejenigen Stationen ausgewählt werden, welche typisch für den von diesem Strang repräsentierten Abschnitt sind. Die Auswahl aller Stationen ist dabei nicht immer sinnvoll. Insbesondere ist bei der Ergebniskontrolle in WSPM auf einen möglichst monotonen Verlauf der Abflusskurven zu achten.
Die Anzahl der Speicher n ist auf maximal 30 zu beschränken.
Anfangsinhalt [m³]:Beckeninhalt zu Beginn der Simulation
WVQ-Beziehung: Beziehung zwischen Wasserstand [mNN], Volumen/Inhalt [m³] und Abgabe/Abfluss [m³/s] aus dem Speicher (max. 23 Wertetripel)
Für Details zur Handhabung des Zeitreiheneditors siehe Zeitreiheneditor
Bei den klassischen Hochwasserentlastungsanlagen (nur Grundablass) wird automatisch nach dem Import der Wasserstands-Volumen-Abfluss-Beziehung für die 1. Abgabe und 2. Abgabe in der Tabelle/Diagramm Null angesetzt.
Teileinzugsgebiete
Ansicht der Teileinzugsgebiete der Modellparameter
Retentionskonstante des Bodenzwischenabflusses (Interflow)
Zahl (double)
k QBasis
[h]
Retentionskonstante des Basisabflusses
Zahl (double)
k QGw
[h]
Retentionskonstante des Grundwasserabflusses in Nachbargebiete
Zahl (double)
k Q tiefenGw
[h]
Retentionskonstante des Tiefengrundwassers
Zahl (double)
Zeitflächenfunktion
[h,-]
Zeitflächenfunktion; abflusswirksame Fläche (normiert) in Abhängigkeit der Zeit (muss vom User für jedes Teilgebiet angegeben werden)**
Diagramm
**Zur Eingabe der Zeitflächenfunktion wird der Zeitreiheneditor geöffnet. Für Details zur Handhabung des Zeitreiheneditors siehe Zeitreiheneditor.
Grundwasser
Parameter
Einheit
Bedeutung
Datentyp
min h Grundwasser
[m]
Minimale Stauhöhe Grundwasserspeicher. Grundwasserstauhöhe bei welcher erster Gewässerkontakt besteht
Zahl (double)
max h Grundwasser
[m]
Maximale Grundwasserstauhöhe. Grundwasserstauhöhe beim Erreichen des höchsten Gewässersohlpunktes
Zahl (double)
Aufteilungsfaktor GW
[ - ]
Aufteilungsfaktor oberflächennaher und Tiefengrundwasserleiter (siehe Hinweis unten)
Zahl (double)
Porosität Grundwasser
[ - ]
Porosität des Grundwasserleiters
Zahl (double)
Entnahme Grundwasser
[m³/s]
Kontinuierliche Entnahme aus dem Grundwasserspeicher (z. B. Wasserwerk)
Zahl (double)
Der Aufteilungsfaktor des oberflächennahen und Tiefengrundwasserleiters wird als Anteil in [%] angegeben. Es wird hier der Anteil angegeben, der im oberflächennahen Grundwasserspeicher verbleibt. Dieser Anteil wird mit dem oberflächennahen Grundwasseranteil aus den geologischen Daten pro Hydrotop multipliziert (siehe Geologie(Erstellung Hydrotope). Wird durch die Korrektur ein Wert über 100% in den Tiefengrundwasserleiter oder oberflächennahen Grundwasserleiter abgeleitet, erfolgt eine Korrektur der Werte.
Die kontinuierliche Entnahme des Grundwassers wird als Wert positiv angegeben. Wird ein negativer Wert eingeben, erfolgt ein kontinuierlicher Zufluss ins Grundwasser.
Überschreitet der Grundwasserstand die maximale Grundwasserstauhöhe wird das perkolierte Wasser zum Basisabfluss beaufschlagt. Das Erreichen der maximalen Grundwasserstauhöhe wird dem Modellierer als Information nach der Simulation gegeben. Gegebenfalls sollte die maximale Grundwasserstauhöhe angepasst werden.